aktualisiert am 13. Sep. 2020

Ist die Sozialhilfe Regelung fair

Im Vergleich zu anderen Ländern, ist sie vorbildlich. Aus welchen Gründen es auch passierte, ein Basis-Auskommen wird gewährt.

Einerseits:
Wir kennen nicht die Menschen und ihre Lebensumstände.

Andererseits:
Peter vom KRD hatte irgendwo Recht, dass die Sozialhilfe unnötig war.

  • Man könnte eine Unterstützung dann bspw. nur im längeren Krankheitsfall gewähren und ein Arzt oder eine vom Staat gewählte Institution, würde darüber entscheiden, ob bspw. die Arbeitsfähigkeit gegeben ist, und wenn ja, in welchem Rahmen.
  • Dazu müsste Arbeit für jeden verfügbar sein. Auch Arbeit, die der eigenen Qualifikation entspricht.

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Sollte der Sozialhilfesatz erhöht werden?

Direkt - nein, aber...
(darauf gehe ich gleich noch ein)

Zuerst einmal soll jedes Modell, in welchem sich ein Mensch befindet und darin eingebunden ist, ihn motivieren, mehr aus seinem Leben zu machen und sich sinnvoll einzubringen, in welchem Rahmen auch immer.

Ich gebe ein Beispiel:

  • Ich war auf einem Recycling-Hof tätig.
  • Die Menschen die sich etwas dazu verdienten und auch deren Chefs, sprachen davon, dass die Menschen dort, die 120€ sich dazu verdienten.
  • Mehr nicht - Ansonsten würden 80% ihrer Einnahmen über dieser Grenze, einbehalten.
  • Es lohnte sich nicht und viele sahen das als unfair an.

Meine Idee ist, diese Grenze um 100€ anheben.

  • Das entspräche bei 3€ pro Stunde auf Zuverdienstbasis, statt 10h pro Woche Arbeitszeit, einer Arbeitszeit von 17h pro Woche.
  • Bei 17h pro Woche Arbeitszeit, fragten sich diese Menschen dann langfristig, ob es nicht sinnvoller wäre, einen Teilzeitjob mit 20h pro Woche Arbeitszeit auszuüben.
  • Außerdem gewöhnten sich Menschen an geregelte Arbeitszeiten und einen strukturierten Lebenszyklus.

220€ abzugsfreier Zuverdienst entspräche etwa einer Sozialhilfe-Erhöhung von 50%. Das war fair, weil jeder der sich bemühte und sich beruflich engagierte, bekam einen solchen Job oder fand eine Tätigkeit (bspw. bei Caritas, gemeinnützigen Organisation, Gemeinden, Vereine), in der er sich integrieren konnte. Es war gut für das eigene Selbstwertgefühl.

Die Menschen konnten sich auch ein Gewerbe anmelden und bspw. Selbständig sich eine Tätigkeit aufbauen.

Beispiel bei einer Tätigkeit im Internet:

  • 220€ blieben ihnen dann abzugsfrei.
  • Eine Webseite (Hosting, E-Mail-Marketing und Design der Webseite) zu betreiben, kostete monatlich, anfangs um die 30-40€.
  • Dadurch könnten sie, wenn sie sich 220€ dazuverdienten, 180-190€ abzugsfrei behalten.

Falls sie genug Kenntnisse gesammelt hatten, konnten sie ggf. eine Förderung des Sozialamts erhalten, was sie in die Selbständigkeit führen konnte, bspw. als Webdesigner, Freelancer oder Affiliate-Marketer.

Dadurch wuchsen sie aus ihrem bisherigen gesellschaftlichen Status heraus.

Und ihr Status war ein anderer:

  • Wer als „Hartzer“ galt, hatte keinen hohen Ruf.
  • Wer Sozialhilfe bezog, und sich etwas dazuverdiente, sei es für die Gemeinde tätig sein oder sich eine Selbständigkeit aufzubauen, sich vernetzen, wurde ganz anders wahrgenommen.

Das ist für die meisten dieser Menschen das wichtigste. Auch im Lebenslauf können sie diese Tätigkeit ausführen, was ihre verbrachte Zeit als „Arbeitssuchend“, in ein anderes Licht stellte.

Alles, sollten die Menschen als Chance sehen.
Der Verlust eines Arbeitsplatz war die Chance, sich beruflich neu zu orientieren und andere Modelle des Einkommen-Erwerbs zu erproben.

  • Es war eine Erfahrung wert, für 3-6 Monate auf einem Recycling Hof mitzuwirken.
  • Das brauchte nicht für die Ewigkeit sein, nur man bekam Einblicke, was wie läuft und mit welcher Tätigkeit, hier teilweise auch Akademiker, ihr Einkommen mit einfachsten Tätigkeiten erzielten.

Den Menschen sollte der Druck genommen werden.

Einerseits die Vorgaben „von oben“ von Integrations- und Wiedereingliederung-Stellen, hier Quoten zu erfüllen und bspw. bei „hohem Besuch“ solcher Integrationsbetriebe, hier nur die Menschen sprechen zu lassen, die keine Kritik übten und sich verhielten wie ein Muster-Arbeiter und -Angestellter.

  • Das ging so nicht, und ich erlebte selbst mit, dass jemand sprechen wollte, sein Feedback diesen „hohen“ Leuten geben wollte, das wurde nicht zugelassen.
  • Andererseits war es auch die Ignoranz der „hohen Besucher“ selbst. Sie hätten ja mit den Menschen die gerade in der Maßnahme sich aufhielten, selbst sprechen können. Wieso interessierte niemanden deren Feedback? Sie hätten alle Teilnehmer die da waren, bspw. in einen Raum setzen können, und jeder durfte sich zu Wort melden und frei sprechen. Ggf. auch unter Abwesenheit der dort tätigen Führungskräfte.

Kam niemandem diese Idee?

Sie hätten ja auch jemanden anonym schicken können, der mit den Menschen sprach. Oder jemand, der in verschiedene Organisationen eingeschleust wurde, der sich ein eigenes Bild davon machte.

  • Der Politik war das egal.
  • Den Gemeinden war das egal.
  • Sie hatten ihre Jobs und solange sie diesen weiterhin nachgingen, waren ihnen die Belange einzelner Menschen nicht so wichtig.
  • Ich schrieb auch einen Brief an die Gemeinde, zu welcher dieser Recycling Hof gehörte, wo ich für einen ihrer Betriebe tätig war, den sie „outgesourct“ hatten an eine gemeinnützige GmbH. Es kam keine Antwort.

Dafür, dass ich beim Besuch einer ihrer „hohen Leute“ auf dem Recycling-Hof, ein Foto zur Repräsentanz ihres sozialen Profils anfertigen durfte, dafür war ich gut genug gewesen. Wenn diese Menschen etwas von einem wollten, freuten sie sich, wenn man sich kooperativ verhielt. - Anders herum, ...

Daher, fragt man sich, wer sie gewählt hatte.
Waren sie den Menschen egal? Wer kannte die politischen Ansprechpartner in seinem Stadtviertel und seiner Gemeinde? Kaum jemand. Hatte man sie gewählt? Manche ja, manche behielten ihre Stimme. Und wenn man von Gruppen wie diesen, keine Antwort bekam, war ihr Name unbedeutend.

Ich weiß nicht, wie der Bürgermeister von Wittenberg hieß oder seine parteilich zugeordneten Mitglieder, die dort einen Posten besetzt hatten. Ich weiß, wie der „König von Wittenberg“ heißt, und was er alles bisher miterlebt und bewirkt hat. Es sollten mehr die Menschen solche Positionen ausüben, die man als Vorbilder ansehen kann, selbst positives vorleben.

Trump in Amerika, ist bspw. Bauunternehmer und ihm waren die Belange der einfachen Arbeiter, stets wichtig, wodurch er auch seine Bauvorhaben, optimieren konnte.

  • Wir brauchen mehr, solche Menschen in der Politik.
  • Dazu sei gesagt, dass das Sozialsystem in Amerika, nicht vergleichbar ist mit dem in Deutschland.

Die Amerikaner arbeiteten z. T. in zwei Jobs, um ihr Leben zu finanzieren -
In Deutschland war das nur der Fall, wenn Menschen ihr eigenes Unternehmen gründeten, nebenbei zu ihrem Job. Das waren Ausnahmen. Und dennoch sollte der Staat die Eigeninitiative der Menschen fördern.

Es liegt auch an Unternehmern (an jedem Einzelnen), dem Staat (oder anderen Institutionen und Gruppen) Angebote zu machen.

  • Bspw. indem Gesundheitskurse und Lebenshilfe Kurse, angeboten wurden.
    Peter vom KRD hatte angeboten, seine Seminar-Aufzeichnungen im Wert von 120€, jeder Gesundheitskasse kostenlos zur Verfügung zu stellen, für deren versicherte Mitglieder. Interesse zeigten sie nicht.
  • Ebenfalls wurde Gesundheitskassen eine Software gezeigt, die Betrugsfälle ziemlich genau aufdecken konnte, anhand von Algorithmen, die Daten sammelten und deren Muster, miteinander verglichen. Als eine Gesundheitskasse sah, dass das zu gut funktionierte, war deren Interesse verschwunden.

Welche Interessen verfolgten die Gesundheitskassen in Wirklichkeit?

Fairness und Transparenz konnten es nicht sein. Kostenersparnis ebenfalls nicht.

  • Also warum zahlten wir hohe Beiträge?
  • Und warum erhielten gute Ärzte, teils geringe Einnahmen oder hatten teilweise Abrechnungen „erweitert“ oder „optimiert“?
  • Wenn unnötige Behandlungen wegfielen, konnten die (Routine) Untersuchungen, die anfielen und wichtig waren, besser vergütet werden.

Abschließendes

Jeder der ehrlich arbeitete und es gut mit den Menschen meinte, profitierte von einer hohen Transparenz.

Ein Freund erzählte mir 2016, dass es jemanden gäbe, der einen eigenen Staat gegründet hatte. Kurz darauf fand ich die entsprechenden Angebote im Internet und buchte die „Macht der Gedanken“ Seminar-Aufzeichnung. Es war, dass ich ab dieser Zeit, Dinge die meine Gesundheit betrafen, mehr in meine eigene Verantwortung nahm. Das Seminar brachte mir Mut, es war anfangs nicht einfach. Zumal es auch kaum andere Tipps im Bereich Gesundheit für mich gab, als die Infos aus diesem Kurs.

Später fand ich weitere Angebote, für die mich öffnete und interessieren begann.


Tags

Arbeitswelt, Gesellschaft, Gesundheit, Leben, Lebensgeschichten, Persönlichkeitsentwicklung, Peter Fitzek, Staat, Umgang miteinander


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